06.10.2026 |
Der heilige Franziskus, seine Botschaft und die Begegnung miteinander standen im Mittelpunkt des Festtages rund um die Wallfahrtskirche
Am Sonntag, 4. Oktober 2026, kamen zahlreiche Besucherinnen und Besucher nach Zell am Harmersbach. Festgottesdienst, Mitmachangebote für Kinder, Tiersegnung, Filme und eine Andacht zum Sonnengesang machten den Franziskustag zu einem tollen Fest für Groß und Klein.
„Pace et Bene“: Friede und Gutes
Zum Festgottesdienst zogen Pater Irenäus und Pfarrer Bonaventura Gerner gemeinsam mit zahlreichen Ministrantinnen und Ministranten in die Wallfahrtskirche ein. „Wir feiern heute den 800. Todestag des Heiligen Franziskus. Sein Leben und sein Vorbild haben unseren Weg geprägt“, begrüßte Pater Irenäus die Gemeinde.
Pfarrer Gerner griff in seinen persönlichen Worten den franziskanischen Gruß „Pace et Bene“ auf. Auch sein eigener Name habe eine Verbindung zum franziskanischen Geist: „Bonaventura bedeutet gute Zukunft.“ Der Gruß „Pace et Bene“, Friede und Gutes, sei bis heute lebendig und ein Segenswunsch. Frieden beginne dort, wo Menschen aufhörten, sich selbst und andere beurteilen zu müssen. Das Gute wachse oft im Kleinen und dort, wo danach gefragt werde, was dem Mitmenschen guttut.
In seiner Festpredigt richtete Pater Irenäus den Blick auf die Franziskusstatue in der Wallfahrtskirche. Sie zeigt Franziskus mit offenen und leeren Händen. Zugleich sei Franziskus ein Mensch gewesen, der in Gott das Gute, die Liebe und die Barmherzigkeit gefunden habe und sich so angenommen fühlte, wie er war. „Es gilt, das umzusetzen, was wir von der Botschaft des Heiligen Franziskus verstanden haben, auch wenn es nur wenig ist“, gab Pater Irenäus den Mitfeiernden mit auf den Weg. Musikalisch begleitet wurde die Feier von den Flying Sparks aus Muggensturm.
Franziskus mit allen Sinnen entdecken
Bei einer Mitmachaktion im Klostergarten lernten Kinder den heiligen Franziskus und seine besondere Verbundenheit mit der Schöpfung kennen. Mit kleinen Schatzkisten gingen sie auf Entdeckungstour, beschäftigten sich mit dem Sonnengesang, überlegten, wofür sie dankbar sind, und gestalteten gemeinsam ein Vogelnest.
Tiere als Teil der Schöpfung
Am Nachmittag kamen auch einige ungewöhnliche Gäste in den Klostergarten. Zur Tiersegnung waren neben Hunden und Hühnern ein Pferd, ein Pony und eine Ente mitgebracht worden. Pater Irenäus erinnerte daran, dass Franziskus Tiere und Pflanzen als seine Brüder und Schwestern und damit als Teil der Schöpfung Gottes betrachtete. Anschließend segnete er jedes Tier einzeln.
Filme auf der Orgelempore und eine Andacht zum Sonnengesang rundeten das Programm ab. So verband der Franziskustag geistliche Impulse, Begegnung, Gemeinschaft und die Freude an der Schöpfung miteinander.
Ein besonderer Dank gilt dem Zeller Gemeindeteam sowie allen Helferinnen und Helfern, die den Festtag vorbereitet, begleitet und mitgestaltet haben.