Prävention gegen sexualisierte Gewalt

 

Gemeinsam für einen sicheren Ort

Unsere Kirchengemeinde mit all ihren Orten, Gruppen und Diensten soll ein Raum sein, in dem sich Menschen willkommen und geborgen fühlen können. Wir tragen die Verantwortung dafür, dass unsere Kirchengemeinde für alle – insbesondere für Kinder, Jugendliche sowie schutz- oder hilfebedürftige Erwachsene – ein sicherer Ort ist.
 
Was uns leitet und wie wir handeln:
  • Kultur der Achtsamkeit: Wir fördern ein Miteinander, das von Respekt, Wertschätzung und der Wahrung persönlicher Grenzen geprägt ist.
  • Prävention als Haltung: Prävention gegen sexualisierte Gewalt ist für uns kein bloßes Regelwerk, sondern Ausdruck unseres christlichen Menschenbildes. Wir schauen hin und nehmen Signale ernst.
  • Verbindliche Standards: Alle haupt- und ehrenamtlich Tätigen in unserer Gemeinde verpflichten sich zur Einhaltung eines Verhaltenskodex. Dazu gehören regelmäßige Schulungen und die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses.
  • Transparente Wege: Wir haben klare Strukturen für den Fall, dass Grenzen verletzt werden. Betroffene und Zeugen finden bei uns und in der Erzdiözese kompetente Ansprechpersonen, die zu Vertraulichkeit und Hilfe verpflichtet sind.
Um diesen Schutz zu gewährleisten, setzen wir unser Schutzkonzept und die damit verbundene Risikoanalyse um, die wir auf Basis der Regelungen der Erzdiözese Freiburg erarbeitet haben.
  

Simone Müller

Referentin für Engagementförderung und Prävention
 
 

Das institutionelle Schutzkonzept unserer Kirchengemeinde bündelt die Maßnahmen zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt in unserer Kirchengemeinde. Es beinhaltet unsere Erkenntnisse aus der Schutz- und Risikoanalyse und die Konsequenzen, die wir daraus gezogen haben. Wir beschreiben im Schutzkonzept, wie wir grenzverletzendes und übergriffiges Handeln vermeiden und wie wir mit Meldungen der Vermutung oder Beobachtung von sexualisierter Gewalt umgehen.
Inhalte sind unter anderem:
  • Thematisierung des Themas im Kontext Personalauswahl und Personalentwicklung
  • Unterschrift der Erklärung zum grenzachtenden Umgang mit Verhaltenskodex
  • Teilnahme an Präventionsschulungen
  • Einsicht in Erweiterte Führungszeugnisse
  • Handlungsleitfäden für die Intervention
  • Ansprechpersonen für Betroffene und externe Anlaufstellen
Die Maßnahmen gelten sowohl für unsere Beschäftigten als auch für ehrenamtlich tätige Personen.
 
Unsere Kindertageseinrichtungen präzisieren die Regelungen des Schutzkonzeptes für ihren Arbeitsbereich.
 
Aktuell befindet sich das Institutionelle Schutzkonzept der Kirchengemeinde Kinzigtal in der Erarbeitung. Die bisherigen Schutzkonzepte finden Sie auf den Websites der alten Seelsorgeeinheiten.
 

In unseren Präventionsschulungen informieren wir über das Thema sexualisierte Gewalt (z.B. Täterstrategien, Ausmaß, ...), sensibilisieren wir für einen grenzachtenden Umgang und stärken die Handlungssicherheit im Umgang mit Grenzverletzungen und (sexualisierten) Übergriffen. Auch die Auseinandersetzung mit unserem Verhaltenskodex spielt eine wichtige Rolle.
 

Auf der Basis von weltlichem und kirchlichem Recht entscheiden wir, für welches Engagement in unserer Kirchengemeinde ein erweitertes Führungszeugnis notwendig ist. Wir fordern diejenigen, die nach Art, Intensität und Dauer im nahen Kontakt mit anvertrauten Personen stehen, auf, ein erweitertes Führungszeugnis zu beantragen und zur Einsichtnahme vorzulegen. 
Das Verfahren der Einsichtnahme und die zugehörigen Dokumenten finden Sie im Materialbereich.
 

Seelsorgeraum Wolfach
Johanna Thörmer (ehrenamtlich)
Marie-Luise Armbruster (ehrenamtlich)
Seelsorgeraum Haslach
Franz-Josef Schultheiß (ehrenamtlich)
Annette Kniep (ehrenamtlich)
Seelsorgeraum Zell
Anke Haas (hauptamtlich)
Hannah Brucher (ehrenamtlich)

Externe unabhängige Ansprechpersonen
Martin Brandenstein
Externe, unabhängige Ansprechperson
+49 176 246 049 11
mbrandenstein@kriminalprognose.com
 

Mit der Erklärung zum grenzachtenden Umgang bestätigen Personen, die wir zum Handeln beauftragen, nach einer Unterweisung bzw. Schulung, dass sie sich zum Wohl der anvertrauten Personen verhalten wollen. Die Erklärung zum grenzachtenden Umgang beinhaltet auch unseren Verhaltenskodex. Dieser dient der Orientierung aller Beteiligten: Mitarbeitende, Teilnehmende und Eltern können nachlesen, welche Verhaltensweisen für einen grenzachtenden Umgang erwünscht oder ausgeschlossen sind. Damit wird die Anbahnung von sexuellen Übergriffen erschwert und Personen werden ermutigt, übergriffige Handlungen zu stoppen und ggf. zu melden.
Unsere Erklärung zum grenzachtenden Umgang und den Verhaltenskodex finden Sie im Folgenden:
 

In unserer Kirchengemeinde ermutigen wir Menschen dazu, sich zu Wort zu melden, wenn sie von Grenzverletzungen, Übergriffen bzw. psychischer, physischer oder sexualisierter Gewalt betroffen sind oder davon erfahren. Hierfür sind Handlungsleitfäden, Adressen zu weiteren internen und externen Unterstützungssystemen in den Flyern aktuell im Bereich der Erzdiözese zu finden. 
 
 
 

In unseren Ferienfreizeiten, Aktionen und Gruppenstunden für Kinder und Jugendliche arbeiten wir mit den Rechtepässen für Kinder und vermitteln wichtige Botschaften der Prävention gegen sexualisierte Gewalt.
Unter anderem mit Hilfe von Wimmelbildern sprechen wir mit Kindern und Jugendlichen über grenzachtende und grenzverletzende Situationen.
 

Wir in der Erzdiözese Freiburg haben aus der Vergangenheit gelernt, und das schon seit Jahren: Die Verbrechen der sexualisierten Gewalt und deren Vertuschung dürfen sich nicht wiederholen. Deshalb unternehmen wir alles Menschenmögliche, um Kirche zu einem sicheren Raum für alle zu machen. Zugleich stellt sich die Erzdiözese ihrer Vergangenheit und arbeitet die früheren Fehler auf. Wir stehen an der Seite der Betroffenen. 
Informationen und Hilfsangebote der Erzdiözese Freiburg
 

Unsere Präventionsschulungen

In den Schulungen für unsere ehrenamtlich tätigen Personen informieren wir über das Themenfeld und sensibilisieren, um die Kultur der Grenzachtung zu steigern. 
  
Mi. 10.06.2026
18:30 - 21:30
Informieren - Sensibilisieren - Handlungsfähig werden - Verpflichtet sein
Großer Pfarrsaal St. Johannes Schiltach
Schiltach
Mi. 08.07.2026
18:30 - 21:30
Informieren - Sensibilisieren - Handlungsfähig werden - Verpflichtet sein
Gemeindehaus St. Sebastian
Haslach im Kinzigtal
Sa. 19.09.2026
09:00 - 12:00
Informieren - Sensibilisieren - Handlungsfähig werden - Verpflichtet sein
Pfarrheim Hausach-gr. Saal
Hausach
Di. 13.10.2026
18:30 - 21:30
Informieren - Sensibilisieren - Handlungsfähig werden - Verpflichtet sein
Pfarrhaus Wolfach
Wolfach
Di. 24.11.2026
18:30 - 21:30
Informieren - Sensibilisieren - Handlungsfähig werden - Verpflichtet sein
Pfarrheim Hausach-gr. Saal
Hausach
 
Unabhängige Fachberatungsstellen in der Nähe
Aufschrei e.V.
Hindenburgstraße 28
77654 Offenburg
Tel.: 0781 31000
E-Mail: offenburg@aufschrei-ortenau.de
 
Wildwasser e.V.
Basler Str. 8
78100 Freiburg i. Br.
Telefon: 0761 33645 
Mail: info@wildwasser-freiburg.de
 
Schnelle Hilfe und Rat
Hilfetelefon Sexueller Missbrauch
Telefon: 0800 22 55 530
(kostenlos, anonym; auch online per Chat, E-Mail)
www.hilfe-portal-missbrauch.de
 
Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen
Telefon: 0800 116 016
(kostenlos, anonym, auch online per Chat und E-Mail)
www.hilfetelefon.de
 
Telefonseelsorge
Telefon: 0800 111 0 111 / 0800 111 0 222
(kostenlos, anonym, auch online per Chat und E-Mail)
www.telefonseelsorge.de
 
Nummer gegen Kummer
Telefonnummer für Kinder und Jugendliche: 116 111 (Mo-Sa 14-20 Uhr)
(kostenlos, anonym, auch online per Chat oder E-Mail)
Telefonnummer für Eltern: 0800 111 0 550 (Mo-Fr 9-17 Uhr, Di und Do bis 19 Uhr)
(kostenlos, anonym)
www.nummergegenkummer.de 

Ferientelefon der kirchlichen Jugendarbeit im Erzbistum Freiburg
(in den Pfingst- und Sommerferien von 9-20 Uhr besetzt)
Telefon: 0761 5144 400
Weitere Kontaktdaten: www.ansprechpersonen.kja-freiburg.de