Gemeindeteams nehmen die Zukunft vor Ort in den Blick

29.09.2026 | Beim zweiten Visionstag im Seelsorgeraum Haslach standen die Erfahrungen und Ideen aus den Gemeinden im Mittelpunkt

Rund 25 Mitglieder der Gemeindeteams aus dem Seelsorgeraum Haslach trafen sich am Samstag, 26. September, zum zweiten Visionstag im Gemeindehaus St. Sebastian in Haslach. Gemeinsam vertieften sie ihre bisherigen Überlegungen, tauschten Erfahrungen aus und entwickelten weitere Ideen für die Zukunft ihrer Gemeinden.

Von der gemeinsamen Vision zur Gemeinde vor Ort

Bereits beim ersten Visionstag am 24. Januar hatten sich rund 50 Teilnehmende aus acht der zehn Gemeinden aus dem Seelsorgeraum Haslach damit beschäftigt, was ihnen persönlich wichtig ist und welche Vision sie aus ihrem Glauben heraus für ihre Gemeinden sehen. Seitdem haben die Gemeindeteams die Arbeit vor Ort fortgesetzt. Es gab jeweils ein Treffen mit zwei Mitgliedern aus dem Visionsteam. Ergänzend wurden Interviews mit Gemeindemitgliedern vereinbart und eine größere Gemeindeumfrage im Seelsorgeraum Haslach gestartet.
 
 
Beim zweiten Visionstag waren Engagierte aus neun Gemeinden vertreten. Nach einem musikalischen Beginn und einem Bewegungsgebet beschäftigten sich die Gemeindeteams zunächst mit der eigenen Situation. Anschließend wechselten sie die Perspektive und bezogen Rückmeldungen aus den Gemeinden in ihre Überlegungen ein. Auch die Gemeindeumfrage wurde vorgestellt.
 
 
Wie lebendig Gemeinschaft bereits sein kann, verdeutlichte eine Teilnehmerin am Beispiel des Patroziniums in ihrer Gemeinde. Musikverein, Chöre und Gemeindeteam hatten gemeinsam ein Fest gestaltet, bei dem Menschen jeden Alters aus nah und fern zusammenkamen. Für sie ein Höhepunkt gelebter Gemeinschaft.

Die gemeinsame Vision als Orientierung

Ein weiterer Schritt war die Auseinandersetzung mit dem Visionstext der Kirchengemeinde Kinzigtal. Die Gemeindeteams bezogen die gemeinsame Vision auf ihre jeweilige Situation vor Ort und beschäftigten sich dabei mit drei zentralen Fragen: Was gelingt in der eigenen Gemeinde bereits gut? Wo regt die Vision zum Nachdenken an? Und was fehlt noch?
 
 
Die Ergebnisse und Anregungen nehmen die Teilnehmenden mit in ihre Gemeindeteams, um dort die nächsten Schritte zu besprechen und die Arbeit an der Vision fortzusetzen. Pfarrer Michael Lienhard begleitete die konzentrierten Arbeitsphasen mit Klaviermusik und schuf damit einen ruhigen Rahmen für den Austausch.

Wie der Visionsprozess weitergeht

Bei einer abschließenden Rückschau unter der Überschrift "Da haben wir ins Schwarze getroffen" blickten die Teilnehmenden auf ihre gemeinsame Arbeit zurück. Dabei ging es unter anderem um die Wertschätzung der eigenen Stärken, den Umgang mit Fragen und Unsicherheiten sowie die Klarheit über den gemeinsamen Weg. Auch die gegenseitige Ermutigung und die nächsten Schritte spielten eine Rolle.
Der Visionsprozess wird in den kommenden Monaten fortgesetzt. Für die Seelsorgeräume Wolfach und Zell ist der zweite Visionstag im Februar 2027 vorgesehen. Im Herbst 2027 sollen schließlich die Gemeindeteams der gesamten Kirchengemeinde Kinzigtal zu einem gemeinsamen Tag zusammenkommen.
 
Das Visionsteam begleitet den Visionsprozess in den Seelsorgeräumen Haslach, Wolfach und Zell, (von links) Michaela Buchholz, Bärbel Gisler, Pfarrer Michael Lienhard, Mira Schwingshandl, Frank Obert und Veronika Rost. Auf dem Bild fehlt Rosa Lehmann.
 
Die Gemeindeteams wurden außerdem ermutigt, ihre vielfältige und wertvolle Arbeit stärker nach außen sichtbar zu machen. Über das Onlineformular der Kirchengemeinde können sie Beiträge zu ihren Projekten, Veranstaltungen und Erlebnissen einreichen und so zeigen, was die Menschen vor Ort gemeinsam auf die Beine stellen: Einen Beitrag einreichen. Nach einem gemeinsamen Gebet fand der Vormittag bei einem Mittagessen im Caritashaus seinen Abschluss.