Gut wieder hier zu sein

21.07.2026 | Pilgermesse der Kinzigtäler Jakobusfreunde in der Hausacher Dorfkirche

Mehr als 50 Pilgerinnen und Pilger feierten am Samstag, 18. Juli, gemeinsam die traditionelle Jakobusmesse. Wegen der unsicheren Wetterlage wurde der Gottesdienst kurzfristig vom Pilgerkreuz auf dem Berg in die Hausacher Dorfkirche verlegt.

Eigentlich war alles für eine festliche Messe unter freiem Himmel am Cruz de Ferro vorbereitet. Doch die unsichere Wetterlage machte eine kurzfristige Änderung notwendig. Getreu dem Pilgermotto „Der Weg ist das Ziel“ reagierten die Kinzigtäler Jakobusfreunde flexibel und verlegten den Gottesdienst in die Hausacher Dorfkirche.
 
Der guten Stimmung tat der Ortswechsel keinen Abbruch. Mit dem Eingangslied „Gut wieder hier zu sein, gut euch zu sehn“ begann die inzwischen achte gemeinsame Pilgermesse zu Ehren des heiligen Jakobus. Auch Evelyn Studer, ehemalige Vorsitzende der Elsässischen Jakobusfreunde, war erneut zu Gast.
 
Gerhard Junker, langjähriger Leiter und Motor der Kinzigtäler Jakobusfreunde, konnte nicht teilnehmen. In einer verlesenen Botschaft übermittelten ihm die Anwesenden herzliche Pilgergrüße.

Pfarrer Stefan Märkl zelebrierte den Gottesdienst. In seiner Predigt griff er das biblische Gleichnis vom Unkraut und vom Weizen auf und verband es mit Erfahrungen aus dem Leben und vom Pilgern. Wut, Ärger und Enttäuschung könnten wie unnötiger Ballast den eigenen Rucksack beschweren. Seine Worte machten Mut, Belastendes loszulassen und auch auf steinigen Lebenswegen zuversichtlich weiterzugehen.
 
 
Für die musikalische Gestaltung sorgten Luitgard Buchholz, Ursula Kumpf und Marina Zehnle. Mit vertrauten und neuen Liedern schuf das Gitarrentrio eine stimmungsvolle und gemeinschaftliche Atmosphäre.
 
Ein besonders bewegender Moment war das Gedenken an Margarete Assmus, die zwei Monate zuvor verstorben war. Sie hatte die Musikgruppe von Beginn an mit ihrer Stimme, ihrem Gitarrenspiel und großem Engagement bereichert. Eine Gitarre, ein leerer Stuhl und eine brennende Kerze erinnerten während der Fürbitten an sie.
 
Nach dem Pilgersegen dankte das Organisationsteam allen, die zum Gelingen der Feier beigetragen hatten. Ein besonderer Dank galt Beate und Manfred Schoch für die umfangreichen Vorbereitungen, Pfarrer Stefan Märkl, den Musikerinnen sowie allen Helferinnen und Helfern. Vier Aktive des Schwarzwaldvereins erhielten zudem ein „Jakobuströpfle“ für die gelungene Zusammenarbeit bei der Neubeschilderung des Kinzigtäler Jakobuswegs.
 
Beim gemeinsamen Mittagessen im Höhengasthaus Käppelehof klang der Tag in geselliger Runde aus.