
In seiner Predigt griff der Erzbischof die sieben Schmerzen Mariens auf und verband sie mit heutigen Erfahrungen wie Krankheit, familiären Konflikten sowie Krieg und Flucht: „Ich weiß, dass meine Schmerzen ihre Schmerzen sind und umgekehrt“, betonte Burger mit Blick auf Maria. Damit macht er deutlich, dass Glaube auch in Leidenssituationen Halt und Sinnhaftigkeit schenken kann.
Maria habe den Blick stets auf Christus gerichtet: „Immer war es das unauslöschbare Band der Liebe, das ein Ertragen, ein Aushalten, ein Durchhalten ermöglicht hat“, so der Erzbischof. Diese Haltung ermutige, im Vertrauen auf Gott nicht aufzugeben – ein „Fürchtet euch nicht“ für die Gegenwart.
Zum Abschluss verwies der Erzbischof auf die Kapelle selbst: Sie sei „ein Zeichen des Trostes und der Hoffnung: Gott ist in all diesem Leid der Welt unter uns, damit wir mit ihm all dieses Leid besiegen und überwinden können“. Damit hob er auch die christliche Botschaft von Solidarität und gegenseitiger Unterstützung hervor.
Die Liebfrauenbrunnkapelle ist ein bekannter Wallfahrtsort der Region. Sie wurde im Jahr 1903 am Fest Mariä Geburt geweiht. Ihre Geschichte geht auf eine Legende um Martin Stürmer zurück, der nach schweren Schicksalsschlägen zur Umkehr fand. Bis heute gilt die Kapelle als Ort der Besinnung, des Trostes und der Fürbitte.
(mh)